Seminarnummer: 27-01-02
Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMuT) für Kinder und Jugendliche – Basisseminar
Praxisnahe Grundlagen für die therapeutische Arbeit mit selektiv mutistischen Kindern und Jugendlichen
Fortbildungspunkte: 16
Datum: 22.01.2027 - 23.01.2027
Preis: 340.00 €
Tag 1: 10 h - 18.00 hTag 2: 9 h - 17.00 h
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In diesem Basisseminar lernst du den therapeutischen Ansatz der Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMuT) kennen. Du erhältst fundiertes Wissen zum selektiven Mutismus und praxisnahe Impulse für Erstkontakte, Therapiegestaltung, Elternberatung und den Transfer in den Alltag.
Die therapeutische Begleitung selektiv mutistischer Kinder und Jugendlicher bildet seit vielen Jahren einen zentralen Arbeits- und Forschungsschwerpunkt im Sprachtherapeutischen Ambulatorium der Technischen Universität Dortmund. Aus der intensiven fachlichen Auseinandersetzung mit diesem Themenbereich entstand 2014 das Dortmunder Mutismus Zentrum (DortMuZ).
Ein besonderes Anliegen des DortMuZ ist die interdisziplinäre Vernetzung mit Fachpersonen und Institutionen, die sich mit selektivem Mutismus beschäftigen und ihre diagnostischen sowie therapeutischen Kompetenzen in diesem Bereich erweitern möchten.
Im Mittelpunkt dieser Fortbildung steht der therapeutische Ansatz DortMuT – Dortmunder Mutismus-Therapie. Das Konzept basiert auf dem Ansatz von Katz-Bernstein für schweigende Kinder und Jugendliche und wurde durch das Dortmunder Team fachlich weiterentwickelt und spezifiziert.
Du erhältst fundierte Grundlagen zum selektiven Mutismus und lernst, Erstkontakte mit betroffenen Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters sensibel und altersgerecht zu gestalten. Darüber hinaus werden verschiedene therapeutische Zugänge vorgestellt, die den Aufbau einer tragfähigen Beziehung und die schrittweise Erweiterung der sprachlichen Kommunikation unterstützen.
Inhalte der Fortbildung
- fachliche Grundlagen zum selektiven Mutismus
- Gestaltung von Erstkontakten mit selektiv mutistischen Kindern und Jugendlichen
- Aufbau eines geschützten therapeutischen Rahmens nach dem Konzept des Safe Place
- therapeutische Arbeit mit Handpuppen
- Symbol- und Rollenspiel als therapeutische Intervention
- verhaltenstherapeutische Elemente wie Verhandlungen und Verträge
- Planung und Begleitung von Transferaufgaben
- Beratung und Einbeziehung der Eltern
- interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung
- gemeinsame Besprechung von Fallbeispielen, sofern es der zeitliche Rahmen ermöglicht
Die therapeutischen Vorgehensweisen werden anhand vielfältiger Videobeispiele aus dem Sprachtherapeutischen Ambulatorium veranschaulicht. Dadurch erhältst du konkrete Einblicke in unterschiedliche Therapieverläufe und kannst die einzelnen Schritte des DortMuT-Ansatzes praxisnah nachvollziehen.
Eigene Fallbeispiele der Teilnehmer*innen können gerne eingebracht und gemeinsam reflektiert werden.
Lehrmethoden
Die Inhalte werden durch eine fachlich fundierte PowerPoint-Präsentation, praxisnahe Videobeispiele und die gemeinsame Reflexion therapeutischer Vorgehensweisen vermittelt. Ergänzend können Fallbeispiele der Teilnehmer*innen besprochen und auf mögliche diagnostische sowie therapeutische Handlungsschritte hin betrachtet werden.
Literatur:
Starke, A. (2018). Selektiver Mutismus bei mehrsprachigen Kindern. Sprache – Stimme – Gehör, 42, 73-77.
Starke, A. & Subellok, K. (2018). Dortmunder Mutismus Screening DortMuS-Kita. Manual. Verfügbar unter: http://www.sk.tu-dortmund.de/dortmus/DortMuS-Kita.pdf.
Subellok, K. (2018d). Sprach- und Kommunikationsstörungen im Kontext schulischen Lernens. Störungen der Redefähigkeit: Selektiver Mutismus, Stottern, Poltern. In Bezirksregierung Münster (Hrsg.), Handreichung zur sonderpädagogischen Fachlichkeit im Förderschwerpunkt Sprache (S. 100-117). Münster.
Bahrfeck, K., Subellok, K. & Starke, A. (2017). Selektiver Mutismus. In A. Mayer & T. Ulrich (Hrsg.), Sprachtherapie mit Kindern (S. 472-511). München: Reinhardt
Dortmunder Mutismus Zentrum
Das Sprachtherapeutische Ambulatorium (SpA) ist eine Lehr-, Forschungs- und Serviceeinrichtung des Fachgebiets Sprache und Kommunikation der Fakultät Rehabilitationswissenschaften.



